Auslandssemester in England: Vor- und Nachteile
Ein Semester im Ausland bringt viele Vorteile mit sich und wird von vielen Studenten angestrebt. Einige Länder in Europa sind bei ihnen für ein Auslandssemester sehr beliebt, so auch England.
England führt zahlreiche Universitäten. Einige davon sind Elite-Universitäten, deren positiver Ruf in weiten Teilen der Welt bekannt. Ein Abschluss einer dieser Universitäten ist daher sehr begehrt. Auch deswegen ist England ein beliebtes Ziel für ausländische Studenten und Studentinnen für ein Auslandssemester.
Interessierte eines Semesters im Ausland müssen sich sowohl für ein Land als auch für eine bestimmte Universität und einen Studiengang entscheiden. Besonders im Zuge der Bachelor- und Master-Abschlüsse sind die Auswahlmöglichkeiten der verschieden betitelten Studiengänge gestiegen. Je nach Universität und Studiengang unterscheiden sich die Zulassungsbestimmungen, die der Studierende zu beachten hat. Für Studenten aus Übersee können die Beschränkungen oder Voraussetzungen unterschiedlich zu denen der europäischen Studenten sein. Zudem gibt es an englischen Universitäten Studiengebühren, die im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern sehr hoch sind. Daher muss bei der Entscheidung für die jeweilige Universität dieser finanzielle Aspekt hinzugezogen und sich eventuell um ein Auslandsstipendium beworben werden. Je nachdem in welcher Stadt in England man studieren möchte, müssen auch die hohen Unterhaltskosten mitberücksichtigt werden. London beispielsweise wird von vielen Studenten als teuer empfunden.
Neben den administrativen Angelegenheiten muss ein Auslandsstudent die englische Sprache mindestens in einem solchen Rahmen beherrschen, dass er oder sie die jeweiligen Vorlesungen und Seminare verstehen und aktiv an ihnen teilnehmen kann. Auch im privaten Leben ist es hilfreich, sich im Land ausreichend verständigen zu können. Viele Studenten absolvieren ein Auslandssemester, um die Sprache des Landes zu erlernen oder die Vorkenntnisse zu verbessern. Der Aspekt, dass Englisch die Weltsprache ist und zudem das britische Englisch das Standartenglisch, macht ein Auslandssemester in England für viele Studenten, insbesondere solche eines linguistischen oder literaturwissenschaftlichen Studiengangs, interessant. Auch wer Englisch gut beherrscht, kann bei einem Auslandssemester noch an sprachlichen Fähigkeiten dazulernen, da in den verschiedenen Teilen Englands unterschiedliche Dialekte gesprochen werden. Insbesondere das Cockney, das in und um London gesprochen wird, stellt auch für sehr gute Englischsprecher noch eine Herausforderung dar.
Bei einem halbjährigen Aufenthalt in einem fremden Land lernt der Studierende neben der Sprache auch die Kultur, die Menschen und das Land selbst kennen. In diesen Bereichen hat England ebenfalls Einiges zu bieten. Bekannt ist es beispielsweise durch den typisch britischen Humor, die Königsfamilie, die Landschaft und durch zahlreiche weitere landestypische Aspekte. Als ausländischer Student lernt man üblicherweise zügig andere Studenten kennen und wird häufig schnell integriert. Sowohl die administrativen Angelegenheiten als auch die Integration werden für Studenten vereinfacht, wenn er oder sie sich über ein Austausch- oder sonstiges akademisches Programm für ein Auslandssemester bewirbt. Hierfür gibt es sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas zahlreiche Möglichkeiten. Dabei gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, genau wie bei der Bewerbung um einen Studiengang.
15.02.2011