Wie Sie Ihre neue Terrasse anlegen, verrät der Fachmann
Wenn Sie eine Terrasse anlegen möchten, ist eine Grundprüfung des Bodens nötig. Ob der Boden die Terrasse auf Dauer ohne Versackung oder Risse in den Platten aushalten wird, verrät eine Bodenuntersuchung.
Wenn Sie eine neue Terrasse anlegen wollen, ist zuallererst eine Baugenehmigung einzuholen. Beim Neubau eines Hauses hat der Architekt normalerweise in den Bauplänen eine Terrasse vorgesehen. Durch Arbeitsverzögerung, die Finanzierung oder einfach die Witterung verschieben sich die Außenarbeiten so manches Mal. Wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt die Terrasse errichtet werden soll, ist dies kein Problem - die Baupläne wurden bereits von der Gemeinde abgesegnet. Anders ist es bei einer Renovierung oder einem Anbau bei einem bestehenden Haus. Oft planen die Hausbewohner einen Anbau, einen Wintergarten oder eine Terrasse, ohne die Baugenehmigung einzuholen. Daher kann es in solchen Fällen zu Problemen kommen. Zum Nachbargrundstück sind Mindestabstände einzuhalten, es sei denn, es handelt sich um eine so geplante Reihenhaussiedlung. Hier ist es gang und gäbe, dass die Terrassen direkt aneinanderstoßen.
Auch muss die Bodenbeschaffenheit vor dem Terrasse-Anlegen geprüft werden. Ist der Boden zu weich, droht die Gefahr, dass die Terrasse auf einer Seite abfällt, sich Mulden oder Risse bilden. Daher sollte der Untergrund auf seine Festigkeit geprüft werden. Ein gutes Fundament beseitigt kleine Unebenheiten und lässt ein Absinken nicht zu.
Das Fundament wird meistens aus Beton gegossen. Darauf lassen sich dann Holzdielen oder Terrassenplatten anbringen. Die Holzdielen sollten aus wetterbeständigem Holz sein und nach dem ersten Anbringen überstrichen werden. Eine farblose Lackierung oder Ölung schützt das empfindliche Holz und beugt auch dem sogenannten „Arbeiten“ des Holzes vor. Holz ist ein natürlicher Rohstoff, dehnt sich in der Wärme und besonders unter Sonneneinstrahlung. Kühlen die Temperaturen wieder ab, ziehen sich auch die Holzfasern wieder zusammen. Dabei können sich Sprünge und Risse bilden, bei schlechter Qualität auch Verwerfungen. Dem kann man mit regelmäßiger Pflege abhelfen. Platten aus heimischen Hölzern sollten jedes Jahr gestrichen werden.
Besonders beliebt sind Terrassenfliesen aus Tropenholz. Diese Hölzer sind sehr wetterbeständig, fest und glänzend und müssen kaum gepflegt werden. Alternativen sind Bodenplatten aus Stein oder Terrakotta.
26.04.2010